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Import

Produkte aus China importieren: der komplette Importprozess

Vom ersten Angebot bis zur Ware im Lager: Der Import aus China folgt einem klaren Prozess. Wer die einzelnen Schritte kennt, importiert planbar, sicher und zu kalkulierbaren Kosten. Dieser Leitfaden zeigt den kompletten Ablauf und die Stellen, an denen die meisten Fehler passieren.

Schritt 1: Produkt definieren und Hersteller auswählen

Am Anfang steht eine präzise Produktbeschreibung: Anforderungen, Materialien, Maße, Verpackung, Zielmarkt und benötigte Zertifikate. Auf dieser Basis werden Hersteller recherchiert, geprüft und verglichen. Wie das professionell funktioniert, zeigt unser Beitrag Hersteller in China finden.

Schritt 2: Muster bestellen und verhandeln

Bestellen Sie immer zuerst Muster und prüfen Sie Verarbeitung, Funktion und Material. Danach werden Preis, Menge, Qualität, Verpackung, Lieferzeit und Zahlungsplan verhandelt und schriftlich fixiert. Üblich ist eine Anzahlung von rund 30 Prozent; der Rest wird erst nach bestandener Endkontrolle fällig. Zahlen Sie nie den vollen Betrag im Voraus.

Schritt 3: Produktion mit Qualitätskontrolle begleiten

Während der Fertigung lohnt der Blick in die Produktion, vor dem Versand ist eine Endkontrolle Pflicht: Stichproben, Funktion, Maße, Verpackung und Kennzeichnung. Nur geprüfte Ware geht auf die Reise. Alle Prüfarten erklären wir im Beitrag Qualitätskontrolle in China.

Schritt 4: Transportweg wählen

Drei Wege stehen zur Auswahl: Seefracht im Sammelcontainer (LCL) oder im eigenen Container (FCL) ist die günstigste Lösung und braucht je nach Route mehrere Wochen. Bahnfracht liegt bei Preis und Laufzeit dazwischen. Luftfracht ist schnell und teuer und lohnt sich für leichte, hochwertige Produkte oder dringenden Nachschub. Ein erfahrener Transportpartner übernimmt Abholung, Verladung und die komplette Dokumentation.

Schritt 5: Zoll und Einfuhrumsatzsteuer

China ist ein Drittland, jede Sendung läuft über den Zoll. Sie brauchen eine EORI Nummer, die korrekte Warentarifnummer, eine Handelsrechnung und eine Packliste. Auf Warenwert und Fracht fallen Zoll (je nach Ware meist zwischen 0 und 12 Prozent) und 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer an. Die Einfuhrumsatzsteuer holen sich Unternehmen über die Umsatzsteuervoranmeldung zurück. Falsche Warentarifnummern und unvollständige Dokumente sind die häufigste Ursache für Verzögerungen und Nachzahlungen.

Schritt 6: Konformität und Kennzeichnung

Viele Produktgruppen brauchen in der EU eine CE Kennzeichnung samt technischer Dokumentation, dazu kommen je nach Produkt RoHS, REACH oder weitere Nachweise sowie die Registrierung im Verpackungsregister LUCID. Klären Sie diese Pflichten vor der Bestellung: Fehlende Unterlagen stoppen die Ware spätestens beim Zoll.

Schritt 7: Einlagern und verkaufen

Nach der Zollfreigabe geht die Ware in Ihr eigenes Lager, zu einem Fulfillment Dienstleister oder direkt in die Logistik eines Marktplatzes. Ab jetzt zählt der Verkauf: eigener Shop, Marktplätze oder beides.

Die komplette Kostenrechnung

In eine ehrliche Kalkulation gehören Warenwert, Fracht, Zoll, Einfuhrumsatzsteuer, Qualitätskontrolle, Muster, Zertifikate und Nebenkosten. Entscheidend ist der Preis pro Stück nach allen Kosten bis ins Lager (Landed Cost). Erst damit wissen Sie, ob sich Ihr Produkt wirklich rechnet.

Die häufigsten Fehler beim Import

Fazit

Der Import aus China ist kein Hexenwerk, aber ein Prozess mit vielen Details. Wer jeden Schritt sauber plant und prüft, importiert entspannt und profitabel. Wer sich erfahrene Begleitung dazuholt, spart beim ersten Projekt oft mehr, als die Unterstützung kostet. Was eine Sourcing Agentur dabei konkret übernimmt, lesen Sie im nächsten Beitrag.

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